VEREINE/ORGANISATIONEN Rund 40 Seniorinnen und Senioren des Seniorenbunds machten sich auf, das vielfältige Südburgenland zu entdecken. Von Eisenstadt aus führte die Reise zunächst zum Schaubergwerk in Bernstein, bevor im idyllischen Heiligenbrunn Quartier bezogen wurde. Höhepunkte der Fahrt waren die beeindruckenden Burgen in Güssing und Lockenhaus, die einen spannenden Einblick in vergangene Jahrhunderte boten. Auch Kulinarik und Handwerk kamen nicht zu kurz: Bei der Berghofer Mühle drehte sich alles um die heimischen Kürbiskerne, im Freilichtmuseum Gerersdorf lernten die Teilnehmer/-innen das Leben in strohgedeckten Häusern kennen. Abgerundet wurde das Programm mit einem Besuch in Stinatz sowie in Maria Weinberg. Auf der Heimreise standen noch Peter Roseggers Waldheimat, das große Münster in Neuberg und ein Aufenthalt im bekannten Wallfahrtsort Mariazell auf dem Programm. Eine gelungene Reise voller Kultur, Natur und Gemeinschaft. Burgen, Mühlen und Mariazell „Aber warum ist das so, Karin?“ – Wie das Jugendzentrum Jugendlichen in Krisenzeiten Halt gibt „Überall hört man nur noch von Krieg und Krisen – das ist so traurig“, sagt ein Jugendlicher im Gespräch mit Karin vom Jugendzentrum. Eine einfache, aber tief bewegende Frage folgt: „Aber warum ist das so, Karin?“ Täglich sind junge Menschen mit bedrückenden Nachrichten konfrontiert: Krieg in der Ukraine, Gewalt im Nahen Osten, politische Unsicherheit und ein wachsendes Gefühl von Ohnmacht. Die Informationsflut ist überwältigend, viele Jugendliche fühlen sich überfordert – manche geraten sogar in depressive Phasen. Besonders nach den Belastungen der Corona-Pandemie ist das spürbar. Doch genau hier setzt die Arbeit des Jugendzentrums an: Reden, Zuhören und Verstehen schaffen einen sicheren Raum. Die pädagogischen Fachkräfte bieten Orientierung durch Faktenchecks und Gespräche, frei von parteipolitischer Haltung – dafür mit klarer Haltung für Frieden, Demokratie und Solidarität. „Es geht uns darum, Jugendlichen zu zeigen, dass sie nicht allein sind. Dass ihre Gefühle ernst genommen werden. Und dass sie etwas bewirken können“, sagt Karin. Das JUZ möchte Jugendlichen vermitteln, dass Demokratie und Mitgestaltung keine abstrakten Begriffe sind, sondern lebendige Prozesse, an denen sie teilhaben können. In Projekten, Workshops oder einfach in alltäglichen Gesprächen fördert das JUZ die Selbstwirksamkeit der Jugendlichen – sie lernen, dass ihre Meinung zählt und ihr Handeln etwas bewegt. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheit sind das entscheidende Erfahrungen. „Wir wollen junge Menschen stärken. Ihnen das Gefühl geben, Teil einer solidarischen Gemeinschaft zu sein“, betont Karin. Denn genau das brauchen wir heute mehr denn je: Zusammenhalt statt Spaltung, Dialog statt Parolen – und Räume wie das Jugendzentrum, die jungen Menschen Kraft und Perspektive geben. Jugendzentrum Perg PERGER GEMEINDEZEITUNG 03/25 I www.perg.at 18
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