7 PERGER GEMEINDEZEITUNG 01/26 I www.perg.at VEREINE/ORGANISATIONEN Stadtkapelle Perg: Wir sind 175 Jahre! Beim Cäcilienkonzert am Samstag, 22. November 2025, im VAZ „Die Turnhalle“ feierte die Stadtkapelle Perg ein besonderes Jubiläum: Der Verein blickt auf 175 Jahre Geschichte zurück. Überlieferungen zufolge wurde die Musikkapelle in Perg um das Jahr 1850 aus Kreisen der Mühlsteinhauer gegründet. Später gesellten sich auch Musiker aus Naarn, Pergkirchen und Windhaag zur Perger Kapelle. Im Jahr 1904 erfolgte die erste Vereinsgründung, während der beiden Weltkriege wurde der Verein jedoch aufgelöst und bereits im Januar 1946 wieder neu gegründet. Zu Beginn des diesjährigen Cäcilienkonzertes 2025 erfolgte ein wichtiger historischer Schritt: Die Stadtkapelle übergab ihre zeithistorischen Unterlagen – darunter beispielsweise die Originalsatzung aus dem Jahr 1904 – an den Heimatverein Perg unter Obmann Franz Moser, damit diese Zeitzeugnisse aus dem vorigen Jahrhundert sicher für die Nachwelt erhalten bleiben. Unter der Leitung von Kapellmeister Thomas Asanger präsentierte die Kapelle ein ungemein spannendes Programm: Den spektakulären Höhepunkt bildete wohl das Werk„Ghost Ship“ von José Alberto Pina. Die musikalische Reise rund um das rätselhafte Geisterschiff „Mary Celeste“ entwickelte dank elektronisch eingespielter Begleitsounds eine ganz besondere, beinahe filmische Intensität. Die Mischung aus schwebenden, geheimnisvollen Momenten und kraftvollen, dramatischen Ausbrüchen zog das Publikum sofort in ihren Bann – und mündete in tosendem, lang anhaltendem Applaus. Einen weiteren Glanzpunkt setzte Lukas Spindlberger mit dem „Concertino“ von Cécile Chaminade, in dem er als Solist an der Flöte brillierte. Sein technisch wie musikalisch 175 Jahre Stadtkapelle Perg – Übergabe des Zeitarchivs durch die Obleute Wolfgang Leitner & Tanja Leonhartsberger an den Perg Heimatverein (Franz Moser) gemeinsam mit BGM Anton Froschauer; Foto © STK Perg beeindruckendes Spiel fügte sich nahtlos in den festlichen Rahmen des Abends ein. Natürlich durfte auch regionale Musik nicht fehlen: Mit dem „Hoamatland Marsch“ goss Kapellmeister Thomas Asanger die oberösterreichische Landeshymne in Marschform. Die Stadtkapelle Perg durfte„seinen Marsch“ erfreulicherweise gleich bei der Marschwertung 2025 in Ried/Riedmark im klingenden Spiel aufführen. Und auch beim Cäcilienkonzert wurde der Marsch gut angenommen und sorgte für einen stimmungsvollen Moment im Programm. Mit großem Applaus endete ein rundum gelungener Konzertabend, der zeigte, wie lebendig die Vereinsarbeit der Stadtkapelle Perg auch nach 175 Jahren ist! Ausblick auf 2026: Ein nächster musikalischer Höhepunkt steht bereits bevor: Am 21. März stellt sich die Stadtkapelle Perg der Konzertwertung im Donausaal Mauthausen und tritt dabei in der höchsten Leistungsstufe E an. Drei anspruchsvolle Werke werden zum Besten gegeben: Als Schwerpunktstück erklingt die „Fanfare for a Century“ von Thomas Asanger, danach als Pflichtstück eine Hommage an die „Mezquita de Córdoba“ von Julie Giroux. Abschließend erklingt mit dem „Ghost Ship“ nochmals jenes Werk, das schon beim Cäcilienkonzert zu den absoluten Höhepunkten des Abends zählte. Kommen Sie vorbei und hören Sie selbst – der Eintritt ist frei! Helden des Abends – Kapellmeister Thomas Asanger & Lukas Spindlberger
RkJQdWJsaXNoZXIy MTc2NzU2