Perger - Gemeindezeitung
www.perg.at 11 Verbindungsweg Zufahrt Waldbad zum Stephaniehain Entlang der im Sommer neu errichteten Trockenmau- er, im Bereich Zufahrt-Waldbad, wurde der Wanderweg neu gestaltet. Die Umgestaltung wurde in Eigenregie durch die Mitarbeiter des Bauhofs Perg durchgeführt. Der neue Wanderweg ist seit Anfang November begeh- bar. © Ing. DI (FH) Johannes Oppitz AKTUELLES Da der Contracting-Partner (E-Werk Perg) für die Planung, die Errichtung, die Förderabwicklung und für den optimalen Betrieb und Versicherung der Anlage inkl. etwaiger Reparaturen verantwortlich ist, hat dieses Konzept klare Vorteile für die Stadt Perg. Dieses Contracting-Modell des E-Werkes Perg soll auch auf weiteren geeigneten Gebäuden der Stadt Perg angewendet werden und steht jedem interessierten Bürger und den Gewerbetrieben mit geeigneten Dach- flächenzur Verfügung (Kontakt: E-WerkPerg, Ing.Helmut Puchmayr). Entstanden ist dieses Projekt aus einer überparteili- chen Initiative von DI Dr. Markus Ungerank (ÖVP), Ing. DI (FH) Johannes Oppitz (Grüne) und Ing. Gottfried Küllinger (FPÖ) im Rahmen des Perger Umweltaus- schusses. Soll die Energiewende gelingen, müssen wir mittelfris- tig einen Großteil der fossilen Energie durch erneuer- bare Energie ersetzen. Dies ist ein großer Kraftakt, der nur durch eine parteiübergreifende Zusammenarbeit und die Initiative der Menschen und der Wirtschaft unserer Stadt bewältigt werden kann. „Sonnenwende“ in Perg Die Stadt Perg setzt seit über 100 Jahren mit dem E-Werk Perg auf erneuerbare elektrische Energie und betreibt mehrere Wasserkraftwerke entlang der Naarn. Das erfolgreiche wirtschaftliche Wachstum der Regi- on erforderte zusätzliche Ressourcen und führte dazu, dass ein wesentlicher Teil des benötigten elektrischen Stroms zugekauft werden muss. Um dieser Entwicklung gegenzusteuern, setzt Perg nun verstärkt mit dem Projekt „Sonnenwende“ auf den Ausbau der Stromerzeugung durch Photovoltaik (PV) und verbessert damit die regionale Versorgungssicher- heit und Wertschöpfung. Im ersten Schritt wurde Wert auf die Eigenversorgung von gemeindeeigenen Gebäu- den gelegt und auf deren Dächern die ersten großen Photovoltaikanlagen errichtet. Nachdem im April 2020 die 50 kWp PV-Anlage auf der Mittelschule Perg Stadtzentrum in Betrieb gegangen war, wurde im Sommer noch eine 30 kWp PV-Anlage auf der Volksschule Perg errichtet. Neben den seit einigen Jahren bestehenden 3 kWp Anlagen am Kindergarten Pergkirchen und der 5 kWp Anlage am Polytechnikum gibt es nun 4 PV-Anlagen mit insgesamt 88 kWp auf gemeindeeigenen Gebäuden. Zusammen liefern diese Anlagen mehr als 90.000 kWh Strom pro Jahr. Würde dieser Strom aus Kohle-Kraftwerken des benachbarten Auslands kommen, wären dies CO 2 -Emissionen von etwa 90 t pro Jahr. Auch im Technologiezentrum Perg wurde im Herbst 2020 eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die beiden Anlagen auf der Mittelschule Perg Stadt- zentrum und der Volksschule wurden mittels PV- Contracting realisiert, wobei das E-Werk Perg als Contracting-Partner die Anlage errichtete und diese nun an die Gemeinde Perg vermietet. Die Stromerträge der Anlagen (verminderter Eigenver- brauch und Stromverkauf durch Einspeisung in das Perger Stromnetz) werden dabei die Jahresmiete deut- lich übersteigen. So können sogar noch Kosteneinspa- rungen durch diese Anlagen für die Gemeinde Perg er- zielt werden. Nach der vertraglich festgelegten Zeit von 18 Jahren gehen die Anlagen in das Eigentum der Stadt Perg über. v.l.n.r. Josef Brandstetter, Johannes Rippatha, Peter Brandstetter, Erwin Ferstl
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